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Gewitter mit Böenfront am 14.05.2017


Am Rande eines Tiefs über Frankreich und Grossbritanniens floss mäßig-warme Luft ein welche labil geschichtet war. Dabei entstanden zahlreiche Schauer und Gewitter welche meistens in Sichtweite vorbeizogen. Am Abend gab es jedoch einen Volltreffer einer Zelle von Gummersbach kommend. Anders als sonst überlebte sie bis zur Ankunft und baute nach Süden hin an, am Radar war eine zunehemd linienhafte Struktur zu erkennen. Die Neuauslöse am Südende war jedoch eher nachteilig für die Hauptzelle welche nach dem Durchzug über dem Wittgensteiner Land den geist aufgab.


Die Tour entstand wie fast immer ungeplant: Ich sah den Amboss und dunkle Ac-Wolken darunter, am Radar das Echo. Dann packte ich die Kamera ein und versuchte noch rechtzeitig an einem Ort mit brauchbarer Aussicht zu sein. Da ein Volltreffer zu erwarten wäre und der schnellen Verlagerungsgeschwindigkeit, versuchte ich einen näheren Spotting-Point auszumachen bei dem ich schneller daheim bin wenns meinen Standort erreicht.


Oben angekommen, sah ich wie die Böenfront sich über der Siegener Universität erhob und die Sicht aufs Niederschlagsfeld freigab. DIe Böenfront war zwar nicht sehr schön organisiert, jedoch ganz "nett" anzusehen. Beim Aufzug formierte sie sich aber zusehends besser. Immer wieder waren Donner zu hören, Blitze beschränkten sich aber auf Wolkenblitze ohne sichtbarem Blitzkanal.


Nun kam der Moment der besten Fotos. Die Front stand hoch über den Hügeln und es wurde zunehmend bedrohlich. Derweil sah ich, wie die linke Seite der Böenfront in einem frischem, ihr vorgelagerten Niederschlagsfeld versank (die Neuauslöse südlich) was ich aber mangelns Sicht nach SW nicht rechtzeitig sehen konnte. In der Aufwindzone direkt über mir zuckten zudem Blitze in den "Ritzen" und blechernes Grollen kam senkrecht von oben während sich die Böenfront langsam zu mir hin bewegte.

Ich nahm darauf hin die Beine in die Hand und lief zu schnell ich konnte heim und versuchte aber bei jeder Möglichkeit noch ein Bildchen zu machen. Auf den letzten Metern folgte der böige Outflow der Zelle und die Hügel wurden vom Niederschlagsfeld diesig. Da etwa 20 Meter von meinem Standort ein Wohnhaus stand (auf den Bilder zu sehen), überlegte ich für einen Moment mich dort irgendwo unterzustellen um das Ganze "bis zum bitteren Ende" verfolgen zu können.

Keine Minute nach Betreten der Wohnung ging es auch schon los: Starkregen und böiger Wind. Die Blitzrate war eher gering. Zum Ende gabs allerdings einen nennenswerten Positiv-Blitz der mit seinem Gepolter und Bass die Seele massierte. Die Rückseite der Zelle war dennoch unspektakulär, geringe Blitzrate (nur Wolkenblitze), keine besonderen Strukturen.


Am Ende fielen immerhin 10 mm Regen in 15 Minuten. Schäden sind mir keine bekannt. Nach langer Durststrecke in Sachen Gewitter/Wetteraction aber schon nen Highlight.


Nun die Ausbeute:


Der Kontrast zwischen Universität und dem dunklen Himmel machte schon was her!      Die Front kam schnell näher   Von einem Aussichtspunkt im Hüttseifen in Dreis-Tiefenbach konnte ich die Zelle beobachten

Der Kontrast zwischen Universität und dem dunklen Himmel machte schon was her!      Die Böenfront zur besten Zeit, links entstand, für mich unsichtbar, ein weiteres Niederschlagsfeld. Das Foto entstand auf halbem Heimweg     Bald verschluckte das Niederschlahsfeld auch die Hügel

Allerhöchste Eisenbahn zum Umkehren! Im Aufwindbereich zuckten schon Blitze und es donnerte von senkrecht oben!

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