Himmelsbeobachtung und Wolkenkunde


Wolken gehören zum Wetter dazu wie der Sand in die Wüste. Für die meisten Leute sind sie unbeachtete Nebenerscheinungen des Wetters und immer gleich: entweder weiß oder grau - mit oder ohne Regen. Für den aufmerksamen Wetterbeobachter sind Wolken oft ein offenes Buch das sich lesen lässt und Rückschlüsse auf das Wetter der nächsten Stunden ermöglicht. 

Die einzelnen Wolken werden in verschiedene Kategorien eingeteilt welche sich aus der Höhe in der sie auftreten ergibt. Ebenso unterscheidet man zwischen dem Aussehen. Der Fachmann bedient sich hier der lateinischen Fachbegriffe welche hier erklärt werden sollen.

Nachfolgend alle 10 Hauptgattungen detailliert:


Tiefe Wolken (0 bis 2500 m):  

Abkürzung:

Aussehen:



Beispielfoto:

StratusStStratus zeigt sich meist als mehr oder weniger strukturloses Gewölk das entweder teilweise oder ganz am Boden aufliegt. Hügel werden verschluckt oder die Sicht ist allgemein stark behindert. Manchmal fällt Nieselregen heraus, im Winter Eisnadeln sofern kalt genug.              Stratus nebulosus
StratocumulusScStratocumulus ist eine tiefe Haufenschichtwolke. Oft tritt sie mit dem charakteristischen Schollenmuster auf. Er kann aber auch als einheitlich graue Masse auftreten. Stratocumulus gehört zu den am häufigsten zu sehenden Wolkenarten. Meist fällt kein Niederschlag aus. Je nach Mächtigkeit tröpfelt oder flöckelt es jedoch schonmal.              Stratocumulus perlucidus
Cumulus* 

(*Siehe Text bei "Wolken mit großer vertikaler Ausdehnung")


CuCumuluswolken erinnern in ihrer Form meist dezent an "Berge" mit scharfen Kanten. Die Oberseite erscheint meist weiß und die Unterseite, auch Basis genannt, hat eine glatte Unterseite. Cumulus gehört ebenfalls zu den häufigsten Wolkenarten. Cumulus humilis, Cumulus mediocris


Ab ca. 2500 Metern über dem Meeresspiegel beginnt das mittelhohe Wolkenstockwerk. Alle Wolken in dieser Schicht tragen den lateinischen Begriff "Alto" für "mittel" in ihrerem Namen. Altocumulus besteht zumeist aus unterkühltem Flüssigwasser. Bei Altostratus sind auch Eiskristalle vorhanden.


Mittelhohe Wolken (2500 - 7000 m)

Abkürzung:

Aussehen

Beispielfoto:


AltocumulusAcAltocumulus gilt als die klassische "Schäfchenwolke". Er erscheint zumeist mit typischem Schollenmuster in mosaik-artiger Anordnung, teils mit Streifen und Bändern. Er tritt auch als dichte Form auf welche einheitlich grau erscheint. Mitunter Verwechslungsgefahr mit Stratocumulus möglich!Altocumulus stratiformis perlucidus
AltostratusAsAltostratus ist eine oft nahezu strukturlose Schichtwolke. Die Sonne ist je nach Mächtigkeit als milchiger Punkt zu sehen bei grauem Himmel. In der Regel folgt Schlechtwetter binnen weniger Stunden. Bei Altostratus treten keine Halo-Erscheinungen um Sonne oder Mond auf.Altostratus translucidus
 

Ab etwa 7000 Metern beginnt die Welt der Eiswolken (Cirruswolken). Hier ist es so kalt dass sie zumeist komplett aus Eiskristallen bestehen was der Wolke auch ihr faseriges Aussehen verleiht. Die maximale Höhe dieser wetterwirksamen Schicht wird nach oben durch die Tropopause begrenzt welche durchschnittlich bei etwa 10 bis 12 km liegt. Mittlerweile wird ein nennenswerter Anteil der Cirren künstlich durch Flugzeug-Kondensstreifen erzeugt (contrailgenitus).


Hohe Wolken (> 7000 m)


Abkürzung:


Aussehen:


Beispielfoto:


CirrostratusCsCirrostratus hat ein schleierhaftes Aussehen mit faserig-streifigen Bestandteilen und erscheint meist durch seine Transparenz hellblau bis weiß am Himmel. Die Sonne scheint hindurch. Im Gegensatz zu Altostratus treten bei Cs. oft oft Halo-Erscheinungen auf.Cirrostratus fibratus mit Halo
Cirrus CiCirrus-Wolken erscheinen als einzelne, isolierte Schleierwolken mit faserigem Aussehen. Auch bei Cirren treten oft Halo-Erscheinungen auf.Cirrus uncinus
Cirrocumulus
Cc
Bei Cirrocumulus handelt es sich um weiße Wölkchen mit teils flockenartigem Aussehen. Die Umrisse sind meist sehr klar und nur wenig verwaschen. Cirrocumulus hat in der Regel keinen Eigenschatten, dh. er erscheint komplett weiß ohne dunkle Unterseite. Cirrocumulus floccus

Neben Wolken welche nur innerhalb ihres eigenen Stockwerks auftreten gibt es auch Wolken welche eine große vertikale Ausdehnung besitzen. Gewitterwolken durchqueren beispielsweise alle 3 Wolkenstockwerke sodass gut und gerne ein Wolkenkörper von über 10 Kilometern vertikaler Mächtigkeit entstehen kann welcher vom Boden bis zur Tropopause reichen kann.


Wolken mit großer vertikaler Ausdehnung:


Abkürzung:


Aussehen:


Beispielfoto:


Cumulus Cu med., Cu con.
Cumuluswolken erinnern an weiße Berge und sie türmen sich bisweilen blumenkohlartig auf. Eigentlich gehören sie zu den tiefen Wolken da sie durch bodengebundene Konvektion entstehen in der bodennahen Schicht entstehen. Cumulus congestus reicht jedoch bereits ins mittlere Stockwerk bis auf Altocumulus-Niveau herauf.
Cumulus congestus
NimbostratusNsNimbostratus ist die klassische Regenwolke. Sie hat meist kaum Struktur. Dazu ist er oft eig. gar nicht zu sehen da er sich gerne mit tiefhängendem Stratocumulus und Stratus-Fetzen schmückt welche die Sicht auf den Ns versperrt! Ns tritt primär beim Durchzug von Frontensystemen auf.

Cumulonimbus


Cb
Cumulonimbus-Wolken sind die Kings unter den Wolken: Sie können bis zu 12, 13 Kilometer in die Höhe wachsen und zu extremen Wettererscheinungen führen. Optisch sieht man Wolkenberge mit blumenkohlartigem Aussehen zur Unterseite hin und nach oben zu wird daraus eine faserig-streifige Masse mit verschwaschenen Konturen. Teilweise mit typischer Amboss-Form im oberen Drittel.
Cumulonimbus incus


Neben den Hauptgattungen wird noch in einer Fülle von verschiedenen Arten und Unterarten unterschieden welche ihr Aussehen konkreter beschreiben und auf gewisse Eigenschaften eingehen. So tritt "Cumulus" beispielsweise in einer gewissen Variante auf, z.B "humilis" als flaches kleines Wölkchen oder "mediocris" als größere Wolke oder auch "congestus" als großer, blumenkohlartiger Wolkenberg welcher bisweilen die Vorstufe eines Starkregenschauers oder Gewitters (Cumulonimbus) darstellt. 

Nun eine Tabelle die alle gängigen Wolkenarten und Unterarten sowie Sonderformen enthält. Manchmal entwickelt sich eine Hauptgattung aus einer anderen heraus (genitus). So kann z.B ein Cumulonimbus zu Nimbostratus werden.

Die Anordnung der einzelnen Wolkenbezeichnungen in der Wolkenbeschreibung erfolgt in der Reihenfolge der Auflistung wie in der Tabelle: Beispiel: Stratocumulus|stratiformis | opacus |mammatus |cumulongenitus. Desweiteren können mehrere Unterarten gleichzeitig auftreten. So kann der Stratocumulus aus unserem Beispiel durchsichtig und mit Lücken auftreten. So hätten wir "Stratocumulus| stratiformis| perlucidus translucidus| cumulogenitus".


Hauptgattung

Wolkenart

Wolkenunterart

Sonderformen


Mutterwolken (genitus - entstanden aus)

Stratusnebulosus
fractus
opacus
translucidus

selten: undulatus

praecipitatioCumulonimbus
Nimbostratus
Cumulus
Cumulus*humilis
mediocris
congestus
radiatuspileus
velum
arcus
tuba
praecipitatio
virga
pannus

Stratocumulus
Altocumulus
Stratocumulusstratiformis
castellanus
lenticularis
floccus
perlucidus
translucidus
opacus
lacunosus
duplicatus
radiatus
undulatus
asperatus*
virga
praecipitatio
mammatus

Cumulus
Cumulonimbus
Nimbostratus

selten: Altostratus
Altocumulus
Altocumulusstratiformis
castellanus
lenticularis
floccus
perlucidus
translucidus
opacus
lacunosus
duplicatus
radiatus
undulatus
asperatus*
virga
praecipitatio
mammatus

Cumulus
Cumulonimbus
Nimbostratus
Altostratus-opacus
translucidus
undulatus
radiatus
virga
praecipitatio
mammatus
Altocumulus
Cumulonimbus

 selten: Stratocumulus
Cirrusfibratus
uncinus
spissatus
vertebratus
intortus
radiatus
duplicatus

selten: lacunosus
mammatus

Altocumulus
Cumulonimbus
Cirrocumulus
Cirrostratus fibratus
nebulosus
duplicatus
undulatus

selten: lacunosus
selten: mammatus
Cirrocumulus
Cumulonimbus
Cirrocumuluscastellanus
floccus

selten: stratiformis
lenticularis


undulatus
lacunosus

selten: radiatus
virga
selten: mammatus 
 selten: Altocumulus
Cumulonimbuscalvus
capillatus
 asperatus*praecipitatio
virga
pannus
incus
mamma
pileus
velum
arcus
tuba
Altocumulus
Nimbostratus
Stratocumulus
Cumulus
Nimbostratus-- praecipitatio
virga
pannus
Cumulus
Cumulonimbus

Oft kommt es vor, dass eine Wolkenart sich in eine andere umwandelt, auch stockwerksübergreifend. So kann sich z.B aus einem Altocumlus Altostratus entwickeln oder aus Cumulonimbus-Wolken dann Nimbostratus. Ebenso kann aus Altocumulus Cirrus entstehen. Wenn diese Umwandlung stattgefunden hat, fügt man in die somit neue Wolkenbezeichnung den Namen der vorherigen Gattung mit einem "genitus" (entstanden aus) dahinter ein. Siehe dazu die rechte Spalte der obigen Tabelle.

Entsteht also aus Cumulus-Bewölkung eine dichte Schichtbewölkung, so erhält die entstandene Schichtbewölkung zusätzlich die Bezeichnung "cumulogenitus". Unsere Wolke hieß somit "Stratocumulus opacus cumulongenitus". Liegt sie jedoch höher als 2500 m, was bisweilen schwer zu beurteilen ist, wäre die Altocumulus anstatt Stratocumulus.

Auch Cumulonimbus-Wolken aus entkoppelter Auslöse in mittleren Schichten müssten streng genommen mit einem "altocumulogenitus" versehen werden. In der Praxis wird dies aber meistens nicht erwähnt.

Genaueres dazu im letzten Abschnitt dieser Seite.


(*) "asperatus" ist noch nicht offiziell in den Wolkenatlas aufgenommen worden.


Nun eine umfangreiche Auflistung aller Bedeutungen der einzelnen Bezeichnungen:



Unterart/Eigenschaft:

(Abkürzung)


Bedeutung:


Kann an folgenden Wolkentypen auftreten:


Beispielfoto

humilis (hum)

flach, niedrig


Cumulus
Cumulus humilis

mediocris (med)


mittelgroß
 
Cumulus
Cumulus mediocris
congestus (con)mächtig, groß, (erinnert an Blumenkohl)CumulusCumulus congestus
calvus (cal)kahl, (verwaschen)CumulonimbusCumulonimbus calvus
incus (inc) mit Amboss CumulonimbusCumulonimbus incus
capillatus (cap)ausgefranst, zerfleddert

Tritt oft im Reifestadium des Cb. auf und tritt im Verlauf oft mit "incus" zusammen auf.


Cumulonimbus
Cumulonimbus capillatus incus
fractusabgewrackt, kaputtStratus,
Cumulus
Cumulus fractus
fibratus (fib)faserigCirrostratus,
Cirrus
Cirrus fibratus
spissatus (spi)dichtCirrusCirrus spissatus
uncinus (unc)hakenförmig, kommaförmigCirrusCirrus uncinus
vertebratus (ve)grätenförmig (tritt oft mit fib. bei Cirrus auf)CirrusCirrus vertebratus
lenticularis (len)linsenförmigStratocumulus,
Altocumulus,
selten: in Kombination mit Cumulus
Altocumulus lenticularis
radiatus (ra)strahlenförmig in Streifen oder BändernStratocumulus,
Altocumulus,
Cirrostratus,
Cirrocumulus
Altocumulus floccus radiatus
undulatus (un)wellenförmigStratocumulus,
Altocumulus,
Altostratus,
Cirrostratus
Stratocumulus stratiformis opacus undulatus
intortus (in)ineinander verflochtenCirrusCirrus intortus, Cirrocumulus floccus
floccus (flo)flockig, in BüschelnStratocumulus,
Altocumulus,
Cirrocumulus
Altocumulus floccus
castellanus (cas)burgzinnenförmigCumulus,
Stratocumulus,

Altocumulus,
selten auch Cirrocumulus
Altocumulus castellanus
nebulosus (neb)nebelartig, nebulösStratus,
Cirrostratus
Cirrostratus nebulosus, Altostratus translucidus
translucidus (tr)transparent, dursichtig

(Wenn Sonne/Mond nicht mehr erkennbar dann "opacus")
Stratus,
Stratocumulus,

Altocumulus,
Altostratus
Altostratus translucidus
opacus (op)lichtundurchlässig, dunkel

(Sonne/Mond sind nicht erkennbar)
Stratus,
Stratocumulus,

Altocumulus,
Altostratus
Stratocumulus opacus
duplicatus (dup)doppelt/mehrfach - in mehreren Schichten übereinanderStratocumulus,
Altocumulus
Altocumulus duplicatus
perlucidus (pe)mit Lücken, schollenartigStratocumulus,
Altocumulus
Stratocumulus stratiformis perlucidus
stratiformis (str)

(folgt in der Angabe immer an erster Stelle nach der Hauptgattung)

(tritt sehr oft im Zusammenhang von Ac. und Sc-bewölkung auf da diese meist immer sehr großflächig auftreten)
großflächig ausgeprägte SchichtStratocumulus,
Altocumulus,
selten Cirrocumulus,

nicht bei Altostratus und Cirrostratus da dieser gewöhnlich immer "stratiform" auftritt.
Stratocumulus stratiformis perlucidus
lacunosus (la)netz/wabenartigStratocumulus,
Altocumulus,
Altostratus
Cirrocumulus, 
selten Cirrostratus
Stratocumulus stratiformis opacus lacunosus
mammatus (mam)mit beutelartigen Ausstülpungen Cumulonimbus,
Stratocumulus,

Altocumulus,
Altostratus,
selten: Cirrostratus,
Cirrus
Altostratus opacus mammatus
praecipitatio (pra)mit Niederschlag der den Boden erreichtStratus,
Stratocumulus,
Altocumulus,
Altostratus,
Nimbostratus,
Cumulonimbus,
selten: Cumulus im Winter
Cumulonimbus praecipitatio
virga (vir)mit Niederschlag der den Boden nicht erreicht. FallstreifenStratocumulus,
Altocumulus,
Altostratus,
Cirrus,
Cirrocumulus,
Nimbostratus,
selten: Cumulus im Winter
Nimbostratus virga
velum (vel)mit WolkenschleierCumulus,
Cumulonimbus
Cumulus mediocris velum
arcus (arc)mit BöenfrontCumulonimbus,
Nimbostratus,
selten: Cumulus
Cumulonimbus arcus
tuba (tub)mit Wolkentrichter/FunnelcloudCumulonimbus,
selten: Cumulus
Cumulus congestus tuba
pileus (pil)mit Hut/KappeCumulus,
Cumulonimbus
Cumulus congestus pileus
pannus (pan)mit tiefhängenden WolkenfetzenCumulonimbus,
Nimbostratus
Cumulonimbus praecipitatio pannus
asperatus (asp)

(Noch nicht offiziell aufgenommen, sehr selten!)

tritt wenn zumeist mit "undulatus" zusammen auf
stürmisch, aufgerauht, aufgewühltStratocumulus,
Altocumulus,
ggf. auch Cumulonimbus und Nimbostratus, noch nicht vollständig erforscht
Stratocumulus stratiformis opacus asperatus


Umwandlung in andere Wolkenformen:


Auch kommt es vor, dass sich eine Umwandlung einer Hauptgattung in eine andere Gattung abzeichnet, dieser Vorgang aber noch nicht beendet ist. Entsteht gerade aus Cumulus-Bewölkung Stratocumulus (oder Altocumulus) so bekommt die "Noch-Cumulus-Wolke" am Ende den Namen der Wolkengattung in die sie konvertiert angehängt. 

Ein Beispiel:

Wir haben eine feucht-labile Grundschicht welche durch Absinkprozesse unter Hochdruckeinfluss gedeckelt wird. Die Absinkinversion befindet sich in 2400 Metern Höhe. Es ensteht durch Einstrahlung Konvektion mit Bildung von Cumulus-Wolken. Nach einer Weile erreicht der Cumulus die deckelnde Inversion und kann nicht weiter aufsteigen:


Cumulus mediocris stratocumulus mutatusCumulus mediocris stratocumulus mutatus

Cumulus mediocris altocumulus mutatusSounding Essen Uni Wyoming



Man sieht bereits dass sich die Wolke anfängt "aufzupilzen" und ein Ausweichverhalten unter der wie als Sperre wirkenden Inversion auftritt. Beim 2. Foto rechts quillt sie in eine bereits vorhandene Stratocumulus-Decke hinein und verschmilzt mit ihr. Es handelt sich fachlich gesehen aber NOCH um Cumulus obgleich oben bereits die Umwandlung in Schichtbewölkung "Stratocumulus" zu erkennen ist. 

Bei Bild 3 reicht die Bewölkung knapp ins mittlere Stockwerk hineien ca 3000-3300 Meter sodass anstatt Stratocumulus hier Altocumulus herauskommt. Somit "altocumulus mutatus". Bild 4 zeigt das Sounding von diesem Tag mit einer deckelnden Inversion zwischen 2500 une 3000 Metern.

Kurzum: Zeichnet sich eine Umwandlung in eine andere Gattung ab aber ist dieser Prozess noch nicht vollendet, fügt man dieser Wolkenbezeichnung zum Schluss die Gattung an in die sich sich umwandelt mit einem "mutatus" dahinter.

Beide Wolken (Bild 1 +2) erhalten somit folgende Bezeichnung: Cumulus mediocris stratocumulus mutatus (mutatus = mutieren, umwandeln)

Bei Bild 3 hätten wir dann "Cumulus mediocris altocumulus mutatus"

Bleiben wir aber bei der Stratocumulus-Variante. Nun ist die Umwandlung komplett abgeschlossen und der Himmel mit Schichtbewölkung bewölkt:


Stratocumulus stratiformis perlucidus cumulogenitusStratocumulus stratiformis perlucidus cumulogenitus











Bei beiden Fotos handelt es sich nun um "Stratocumulus stratiformis perlucidus cumulongenitus". Das "cumulogenitus" beschreibt hier dass diese Wolkenform ihren Ursprung aus Cumulus-Bewölkung hat. 


Dies war jetzt nur ein Beispiel zur Veranschaulichung. Dieser Prozess der Umwandlung kann auch bei anderen Wolkenarten vonstatten gehen.



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